Wirtschafts- und WissenschaftsZentrum
Brasilien-Deutschland e. V.

Centro Empresarial e Centífico Brasil-Alemanha

Herzlich Willkommen beim Wirtschafts- und WissenschaftsZentrum Brasilien-Deutschland e.V.

Wir fördern und unterstützen die deutsch-brasilianischen Beziehungen insbesondere in Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung, in der Berufsausbildung, im Umweltschutz sowie beim Kulturaustausch.

Aktuelles

Brasilien bildet Betriebspersonal
für Biogas-Anlagen aus

Deutsch-brasilianische Zusammenarbeit in Santa Catarina vereinbart

Brasiliens Nationaler Dienst für industrielle Ausbildung (SENAI) startet im Bundesstaat Santa Catarina mit der Ausbildung von Betriebspersonal für Biogasanlagen. Dabei wird der SENAI von deutschen und brasilianischen Partnern unterstützt. Eine entsprechende Vereinbarung wurde am 25. Januar 2016 am Sitz des Industrieverbandes von Santa Catarina (FIESC) in Florianópolis unterzeichnet.

Die Ausbildung soll an der bereits bestehenden Anlage in Pomerode beginnen, die mit Hilfe deutscher Technologie und deutschen Know-hows errichtet wurde. Der Bau weiterer Anlagen ist geplant. Dafür wird dringend qualifiziertes Personal benötigt. FIESC-Präsident Glauco José Côrte verwies bei dem Treffen auf die engen historischen und kulturellen Bindungen zwischen Deutschland und Santa Catarina. Der SENAI verfüge über den Einfluss und die Reichweite im Land, um solche Projekte der industriellen Ausbildung erfolgreich umzusetzen.

Wie Oliver Nacke, Geschäftsführer von Archea do Brasil, berichtete, könnten allein mit den Abfällen aus der Schweineproduktion in Santa Catarina  täglich bis zu 4 Millionen Kubikmeter Gas produziert werden. Der Gasverbrauch im ganzen Bundesstaat liege derzeit bei rund 2 Millionen Kubikmeter. Darüber hinaus könnte mit moderner Technologie Gas auch aus Abfällen der Lebensmittelindustrie sowie aus organischen Restbeständen von Supermärkten und anderen Handelseinrichtungen gewonnen werden.

Die Kosten für den Bau von Biogasanlagen in Brasilien werden aktuell auf etwa 7.000 Reais pro Kilowatt installierter Leistung (rund 1.600 Euro) geschätzt. Damit liegen sie deutlich unter den für Deutschland veranschlagten Kosten von rund 5.000 Euro pro Kilowatt Leistung.  Bei dem Treffen in Florianópolis waren auch die Rahmenbedingungen für neue Investitionen in Biogasanlagen ein Thema. Dabei sprachen die Betreiber der Anlage in Pomerode unter anderem die langen Fristen bei der Erteilung von Genehmigungen an. Sie hatten im vergangenen Jahr zwei Mitarbeiter der Umweltstiftung Santa Catarinas nach Deutschland eingeladen, um sich über die deutsche Biogastechnologie zu informieren.

An dem Treffen nahmen neben Vertretern von FIESC und SENAI auch der Vorstandsvorsitzende der Archea Biogas N.V., Oliver Nacke, der Geschäftsführende Vizepräsident des Wirtschafts- und WissenschaftsZentrums Brasilien-Deutschland, Hans-Dieter Beuthan, der Vorsitzende der Industrie- und Handelsvereinigung Pomerode, Ivan Blumenschein, sowie Vertreter der Eco Conceitos S.A. group teil.

Aktuelles

Doppelpass zwischen Santa Catarina und Thüringen

Bei den Stichworten Brasilien, Deutschland und Fußball – da fällt den meisten sofort der legendäre 7:1-Sieg der deutschen Nationalelf im Halbfinale der letzten Weltmeisterschaft ein. Fußballfans denken möglicherweise auch an Namen wie Dante, Douglas Costa oder Naldo, drei von rund zwei Dutzend derzeit in der Bundesliga spielenden Brasilianern. Doch deutsch-brasilianische Fußballbeziehungen finden nicht nur bei der WM oder in Bundesliga-Stadien statt. Diese Beziehungen gibt es auch auf anderen Ebenen und in anderen Spielklassen. Sie stehen nur nicht so im Rampenlicht und finden selten den Weg in die Medien.

Eine dieser Geschichten begann im September des vergangenen Jahres im südbrasilianischen Joinville. Dort fanden die 33. Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstage statt, der wichtigste Termin für die wirtschaftlichen Beziehungen beider Länder. Während der Tage in Joinville kam es auch zu einem Treffen zwischen Thüringens Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee und dem brasilianischen Unternehmer Nereu Martinelli. Dieser ist nicht nur ein erfolgreicher Geschäftsmann, sondern auch Präsident des Joinville Esporte Clube, eines Fußballklubs, der im vergangenen Jahr in der höchsten Spielklasse des Landes vertreten war.

Zu den größten Talenten dieses Klubs zählte ein gewisser Marcelinho, dem deutschen Fußballkenner eventuell noch als trickreicher Mittelfeldspieler bei Hertha BSC in Erinnerung. In dem Gespräch Tiefensee-Martinelli ging es jedoch nicht um den Transfer brasilianische Talente nach Thüringen, sondern um ein ganz anderes Thema: Wie können die Sportbeziehungen zwischen beiden Ländern entwickelt und intensiviert werden? Der Zeitpunkt dafür ist günstig, denn im Oktober 2016 finden die nächsten Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstage in Erfurt und Weimar statt.

Mit der Umsetzung der ersten Ideen wurde nicht lange gewartet: Schon vier Wochen später reiste eine Abordnung des Joinville EC in das 11.500 Kilometer entfernte Erfurt. Eine Woche lang waren Jony William Stassun, Finanzdirektor des Klubs, und Fitnesstrainer Cassiano Nunes bei den Fußballvereinen FC Rot-Weiß Erfurt und FC Carl Zeiss Jena zu Gast. Sie informierten sich vor allem über die Nachwuchsarbeit, besichtigten die Stadien, Trainingseinrichtungen und Sportgymnasien. Bei den Gesprächen mit Verantwortlichen der Thüringer Klubs ging es um Möglichkeiten der Zusammenarbeit, zum Beispiel beim Schüleraustausch oder mit Testspielen. Die Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstage im Oktober 2016 wären ein guter Zeitpunkt dafür.

Organisiert wurde diese deutsch-brasilianische Fußballbegegnung vom Wirtschafts- und WissenschaftsZentrum Brasilien-Deutschland e.V. mit Sitz in Berlin und Santa Catarina. WWZ-Vorstandsmitglied Thomas Vogel war dafür schon in Joinville „am Ball“. Die Klubs in Erfurt und Jena sind ihm gut vertraut, hat er doch für mehrere Jahre in den Trikots des FC Rot-Weiß Erfurt und später des FC Carl Zeiss Jena gespielt. Der ehemalige Bundesligaprofi (1. FC Kaiserslautern) und lizenzierte Trainer engagiert sich heute vor allem für den gemeinnützigen Verein „Doppelpass - Institut für Sport- und Gesundheitspädagogik e.V.“ (www.doppelpassev.de)

Der Verein entwickelt innovative sportpädagogische und soziale Projekte für Kinder, Jugendliche und Benachteiligte. Dazu gehören in diesem Jahr unter anderem Angebote der Ferienfußballschule sowie die Organisation von Workshops und internationaler Zusammenarbeit. Und hier schließt sich der Kreis zum Doppelpass mit Joinville ...

Aktuelles

In Joinville Flagge gezeigt

WWZ-BD auf den 33. Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstagen

Seit seiner Gründung vor 15 Jahren nimmt das WWZ-BD an den jährlichen Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstagen teil. Doch noch nie war das Wirtschafts- und WissenschaftsZentrum personell und inhaltlich so stark vertreten wie beim 33. Treffen in Joinville. „Wir waren in allen großen Foren präsent und haben dort unsere Erfahrungen und Erfolge in der deutsch-brasilianischen Zusammenarbeit vorgestellt“, zeigt sich Hans-Dieter Beuthan, Geschäftsführender Vizepräsent des WWZ-BD, mit den Ergebnissen der Reise in das südbrasilianische Joinville zufrieden. Vertreter des Vereins nahmen sowohl an der Tagung der Gemischten Kommission für wirtschaftliche Zusammenarbeit als auch an der Sitzung der Agribusiness- und Innovationsinitiative teil.

Hans-Dieter Beuthan war darüber hinaus Podiumsteilnehmer beim Forum „Energie und Infrastruktur“, Ércio Kriek beim Forum „Bioökonomie und Biotechnologie“. Zum Abschluss des Forums „Energie und Infrastruktur“ wurde eine Vereinbarung zwischen Eco Conceitos S.A. und Santa Catarina Gás über technische Zusammenarbeit unter Einbeziehung von Erfahrungen in Deutschland unterzeichnet. Auch hier war das WWZ-BD maßgeblich beteiligt. Das Treffen zwischen Thüringens Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee und dem brasilianischen Unternehmer Nereu Martinelli wurde ebenfalls vom WWZ-BD vorbereitet. Bei diesen Gesprächen ging es vor allem um den Ausbau der Sportbeziehungen zwischen beiden Bundesländern.

Bei der Auszeichnung der Deutsch-Brasilianischen Persönlichkeiten 2015 waren die Mitglieder der WWZ-Delegation ebenso präsent wie bei anderen Veranstaltungen der Wirtschaftstage.

Bereits im Vorfeld des Treffens in Joinville fand in Florianópolis, der Hauptstadt des Bundesstaates Santa Catarina, ein Workshop zum Thema Biogas statt. Diesen Workshop hatten SC Gás, Eco Conceitos S.A., die Dorsch Gruppe und das WWZ-BD gemeinsam organisiert.

Im Verlaufe ihres Aufenthaltes in Südbrasilien besuchten Mitglieder der WWZ-Delegation auch die Biogasanlage in Pomerode, die im September vergangenen Jahres ihren Betrieb aufgenommen hatte. Die Anlage wird von dem deutsch-brasilianischen Joint Venture Eco Conceitos betrieben. Die 34. Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstage werden im Oktober 2016 in Thüringen stattfinden.

Aktuelles

33. Deutsch-Brasilianische Wirtschaftstage

WWZ-DB mit Delegation bei Wirtschaftstagen in Joinville

Das WWZ-BD wird sich zum ersten Mal in seiner 15-jährigen Vereinsgeschichte an den Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstagen mit einer offiziellen Delegation beteiligen. Zur 33. Ausgabe des bedeutenden bilateralen Wirtschaftstreffens reisen insgesamt zehn Mitglieder beziehungsweise Mitgliedsfirmen des WWZ-BD nach Joinville im Bundesstaat Santa Catarina.Dort werden sie im Rahmen verschiedener Gremien über die Aktivitäten des Vereins zur Stärkung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Brasilien berichten.

Dabei geht es vor allem um das Engagement der Vereinsmitglieder für mittelständische Firmen und Institutionen, um die Entwicklung von Projekten, die Organisation von Unternehmerdelegationsreisen und den Austausch von Kommunaldelegationen. Das WWZ-BD informiert unter anderem über seine Projekte im Biogasbereich, den Aufbau eines Kompetenzzentrums für Abfallwirtschaft in Timbó sowie die Erarbeitung einer Gasmarktstudie für den südbrasilianischen Bundesstaat. Der Technologietransfer gehört aktuell zu den wichtigsten Aktionsfeldern des Vereins – von der effizienten Vorbereitung bis zu erfolgreichen Umsetzung.

Schauplatz der Wirtschaftstage ist das Messe- und Kongresszentrum Complexo Expoville.
Schauplatz der Wirtschaftstage ist das Messe- und Kongresszentrum Complexo Expoville.

Hans-Dieter Beuthan, Geschäftsführender Vize-Präsident des WWZ-BD: „Seit den Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstagen im vergangenen Jahr in Hamburg haben die meisten unserer Projekte in Brasilien – darunter auch beim Technologietransfer – gute Fortschritte erreicht. Bei anderen gibt es noch Hindernisse aus dem Weg zu räumen, zum Beispiel in den Genehmigungsverfahren. Wir wollen in Joinville sowohl über Erfolge als auch Probleme informieren und gemeinsam mit anderen Teilnehmern nach Lösungen suchen. Das WWZ-BD engagiert sich im Interesse des Mittelstandes, für die Entwicklung von Universitätsbeziehungen und für die Förderung von Ausbildung. Wir verfügen heute über exzellente Rahmenbedingungen für den Markteintritt, für Firmengründungen beziehungsweise Joint-Ventures, womit wir den Mittelstand umfassend unterstützen können. Als anerkannte bilaterale Plattform leistet das WWZ-BD einen wichtigen Beitrag zum Ausbau der Beziehungen zwischen Deutschland und Brasilien.“

Der Delegation des WWZ-BD für Brasilien gehören Firmenvertreter aus den Bundesländern Berlin, Brandenburg, Niedersachsen, Sachsen und Thüringen an.

Biogas-Workshop in Florianópolis

Drei Tage vor Eröffnung der Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstage veranstalten das WWZ-BD und der Gasversorger Companhia de Gás de Santa Catarina in Florianópolis einen gemeinsamen Workshop zum Fragen der Gasmarktes und der Nutzung und Veredlung von Biogas. Das WWZ-BD hat dazu ein Pilotprojekt initiiert und wird es mit der Dorsch Gruppe BDC und weiteren Partnern in Zusammenarbeit mit der DEG realisieren. Es startet in diesem Jahr und wird gefördert durch das Ministerium Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.

Aktuelles

WWZ-BD mit neuem Vorstand

Das Wirtschafts- und WissenschaftsZentrum Brasilien – Deutschland stellt sich neu auf: Bei der Mitgliederversammlung am 28. Juli 2015 in Berlin wurden zwei neue Vorstandsressorts geschaffen und vier neue Mitglieder des zehnköpfigen Vorstands gewählt. Für das neue Vorstandsressort Öffentlichkeitsarbeit ist künftig Wolfgang Wagner verantwortlich, für den Bereich Bildung und Sport Thomas Vogel. Ebenfalls neu in dem Gremium sind Thomas Winter (Schatzmeister) und Gerold Jürgens, Präsident des Unternehmerverbandes Vorpommern e.V.

WWZ - der neue Vorstand Der neue Vorstand (v. l. n. r.): Wolfgang Wagner, Gregor Hoffmann, Milton Quadros, Jutta Blumenau-Niesel, Hans-Dieter Beuthan, Thomas Winter, Günter Müggenburg, Thomas Vogel. Nicht auf dem Foto sind Gerold Jürgens und Gerd Medger.
Wiedergewählte Präsidentin Jutta Blumenau-Niesel Blumen von Hans-Dieter Beuthan für die wiedergewählte Präsidentin Jutta Blumenau-Niesel.


„Mit dieser personellen Verstärkung und der neuen Struktur kann der Verein seiner Verantwortung im Rahmen der deutsch-brasilianischen Beziehungen noch besser gerecht werden“, sagt Hans-Dieter Beuthan, Geschäftsführender Vizepräsident des WWZ-BD. „Dazu gehört unter anderem der Ausbau unserer Aktivitäten in den Bereichen Bildung und Weiterbildung sowie Sport. Auf welchen Gebieten wir in den letzten Jahren besonders erfolgreich gewirkt haben, das werden wir Ende September bei den 33. Deutsch-Brasilianischen Wirtschafstagen in Joinville vorstellen.“ Das WWZ-BD wird daran zum ersten Mal mit einer eigenen Delegation teilnehmen.

Die Mitgliederversammlung wählte am 28. Juli auch das Vereinspräsidium für die nächsten drei Jahre. Präsidentin ist weiterhin Jutta Blumenau-Niesel, als Vizepräsidenten fungieren Rechtsanwalt Hans-Dieter Beuthan (Geschäftsführender Vizepräsident) und Milton Quadros.

Biogas, Düngemittel und Tierhaltung – WWZ-BD und IASP vertiefen Zusammenarbeit

Technologieentwicklung und Technologietransfer bei Biogas, Düngemitteln und Tierhaltung – auf diesen Gebieten wollen das Wirtschafts- und WissenschaftsZentrum Brasilien – Deutschland (WWZ-BD) und das Institut für Agrar- und Stadtökologische Projekte an der Humboldt-Universität zu Berlin (IASP) künftig noch enger kooperieren. Das haben Hans-Dieter Beuthan, Geschäftsführender Vizepräsident des WWZ-BD); und Dr. Stefan Köhler, Geschäftsführer des IASP, bei einem Treffen in Berlin vereinbart.



landwirtschaftliche Versuchsstation Das IASP verfügt über eine umfangreiche experimentelle Basis und betreibt in Berge (Havelland) eine 15 Hektar große landwirtschaftliche Versuchsstation. Foto: IASP
Dr. rer. agr. Stefan Köhler Dr. rer. agr. Stefan Köhler


„Damit möchten wir unserer langjährigen Zusammenarbeit neue Impulse geben“, betont Dr. Köhler. “Sehr gern stehen wir zur Verfügung, wenn es um die Umsetzung und den Transfer unserer Forschungsergebnisse in die Praxis geht. Auch bei der Betreuung von Fachdelegationen oder von Einzelpersonen aus Brasilien können wir unterstützen. Wir sind natürlich auch bereit, uns in die Vorbereitung der 33. Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstage im September 2015 in Joinville einzubringen.“

Einer der Schwerpunkte der Zusammenarbeit ist das Thema Biogas. Auf dem Gebiet der Biogasforschung fokussiert das IASP seine Forschungsarbeiten auf die vor- und nachgelagerten Bereiche des Fermentationsprozesses, also auf die Aufbereitung der organischen Substrate und auf die ökoeffiziente Verwertung der Gärrückstände.

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Wir sind mit Büros vertreten in Berlin und Santa Catarina