Wirtschafts- und WissenschaftsZentrum
Brasilien-Deutschland e. V.

Centro Empresarial e Centífico Brasil-Alemanha

Herzlich Willkommen beim Wirtschafts- und WissenschaftsZentrum Brasilien-Deutschland e.V.

Wir fördern und unterstützen die deutsch-brasilianischen Beziehungen insbesondere in Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung, in der Berufsausbildung, im Umweltschutz sowie beim Kulturaustausch.

Aktuelles

OliAle – Deutschland am Strand von Leblon

Offener Treffpunkt des Deutschen Generalkonsulats und der Deutsch-Brasilianischen Industrie- und Handelskammer Rio de Janeiro während der Olympischen und Paralympischen Spiele

Der olympische und paralympische Geist wird sich in Rio de Janeiro an einem ganz besonderen Ort entfalten: Der Strand von Leblon wird vom 4. August bis 18. September Standort des OliAle-Pavillons, Treffpunkt für Brasilianer, Touristen und alle diejenigen, die Rio 2016 in deutscher Atmosphäre und gleichzeitig mit Rio-Flair erleben wollen. An diesem vom Deutschen Generalkonsulats Rio de Janeiro und der Deutsch-Brasilianischen Industrie- und Handelskammer Rio de Janeiro initiierten Pavillon erwarten Besucher Live-Übertragungen der Wettbewerbe und verschiedene weitere Attraktionen, wie diverse Sportangebote, Shows, Happy Hours mit DJs, kulturelle Veranstaltungen, eine Foto-Ecke, Werbeaktionen, Gastronomiefestivals und Meet-and-Greet-Aktionen mit Sportlern.

Zudem wird es Getränke- und Verpflegungsstände geben, an denen Besucher die vorzügliche deutsche Küche und weltweit bekannte Braukunst erleben können. Deutschland gehört neben Dänemark zu den einzigen Ländern, die für die Zeit des weltweit größten sportlichen Ereignisses eine Genehmigung für Einrichtung und Betrieb eines der Öffentlichkeit zugänglichen Treffpunkts am Strand von Rio erhalten haben.

Wir wollen natürlich aber mehr als feiern: OliAle bietet eine große Chance, den paralympischen Sport in Brasilien zu fördern. In diesem Zusammenhang, hat die Deutsch-Brasilianischen Industrie- und Handelskammer Rio de Janeiro am 31. März das Projekt „Pulsar“ vorgestellt, ein dauerhaft ausgerichtetes Ausbildungsprogramm für Fachkräfte aus dem Behindertensport. In Zusammenarbeit mit der Sporthochschule Köln und der Federação das Indústrias do Estado do Rio de Janeiro (Firjan) sowie mit Unterstützung des Deutschen Behindertensportverbands wird „Pulsar“ Ausbildungsmodule mit einer Dauer von fünf Monaten für je 50 Teilnehmer anbieten. Auch am OliAle-Strandpavillon wird mit Informationen und Sonderaktivitäten ein Schwerpunkt auf den paralympischen Sport gesetzt. Darüber hinaus wird OliAle die Stadt Rio de Janeiro nachhaltig mit einem Sanierungsprojekt unterstützen: Der marode Schulhof der städtischen schule „Escola Municipal Marília de Dirceu“ in Ipanema soll mit einem überdachten Sportplatz ausgestattet werden und so den Kindern auch an Regentagen Aktivitäten erlauben. Die Kinder, die die Schule besuchen, kommen vorranging aus den Armenvierteln der Region.

Der OliAle-Pavillon wird Sportfans versammeln und gleichzeitig – gerade angesichts der verordneten Schulferien während Olympia – den Ansprüchen von Familien mit Kindern gerecht werden. Ein Pavillon dieser Art ist eine absolute Neuheit in der Geschichte der deutschen Beteiligung an den Sommerspielen. Erstmals wird es auch während der Paralympischen Spiele einen der Öffentlichkeit zugänglichen Treffpunkt geben.
Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) wird einen offiziellen Standort in Barra da Tijuca haben: das Deutsche Haus, das als Treffpunkt nur für Sportler und die olympische Familie akkreditierten und ausgewählten Gästen offenstehen wird. Der OliAle-Pavillon ergänzt die deutsche Präsenz als offene Begegnungsstätte für ein dynamisches, kreatives und sportliches Deutschland.

Neben der signifikanten finanziellen Unterstützung durch die Bundesregierung konnte OliAle auch einen wichtigen Medienpartner gewinnen: SporTV, Teil von TV Globo, wird das Signal für die Übertragungen der Wettkämpfe in unserem Pavillon zur Verfügung stellen. Verschiedene deutsche Institutionen mit Sitz in Rio de Janeiro, wie etwa Goethe-Institut und GIZ, werden mit Aktivitäten im OliAle präsent sein.

Dank der ausgedehnten Öffnungszeiten kann sich das Publikum auf abwechslungsreiche Abende im OliAle freuen. Die deutsche Partnerstadt Köln wird Themenabende in unserem Pavillon präsentieren und so den Gästen die kulturelle Vielfalt Deutschlands näherbringen. Das Tagesprogramm von OliAle wird auf einer eigenen Hotsite sowie über den Facebook-Auftritt des Deutschen Generalkonsulats Rio de Janeiro abrufbar sein (www.facebook.com/ConsuladoGeralAlemaoNoRio). Fotos und Videos aller Aktionen sind dort und im Instagram von OliAle zu finden. Nach unserer sehr positiven Erfahrung während der Fußballweltmeisterschaft 2014 mit dem Treffpunkt “TOR!” an einem Strandkiosk in Leme sind wir überzeugt, dass OliAle ein großer Publikumserfolg werden und den Geist des Fair Play fördern wird.

Quelle/Grafiken: Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland Rio de Janeiro

Besuch aus Rio im WWZ-BD

Ein Hauch von Olympia wehte am 12. Mai durch die Räume des Wirtschafts- und WissenschaftsZentrums Brasilien-Deutschland in Berlin. Marina Yzú von der AHK Rio war in die Warschauer Straße gekommen, um aus erster Hand über die Vorbereitungen auf dieses Megaevent des Sports zu berichten. Dabei ging es vor allem darum, wie Deutschland während der Olympischen und Paralympischen Spiele „Flagge“ zeigt. Rund zwei Monate lang werde es unter dem Motto „OliAle“ ein Deutsches Haus am Strand von Leblon geben, informierte die Vertreterin der AHK Rio. Das umfangreiche Programm reiche von Kultur und Information über gastronomische Angebote bis zu vielen sportlichen Aktivitäten. Live-Übertragungen von den Sportwettkämpfen werde es selbstverständlich auch geben. „Deutschland ist das einzige Land, das während dieser Zeit solch ein offenes Haus für die Cariocas und ihre Gäste anbietet“, sagte Marina Yzú.

Marina Yzú (2. v. l.) berichtet über die Olympia-Vorbereitungen in Rio
Marina Yzú (Mitte) zu Besuch beim WWZ-BD in Berlin

Die Weiterentwicklung der bereits bestehenden engen Beziehungen zwischen der AHK Rio de Janeiro war am 12. Mai ebenfalls Gesprächsthema. Dabei ging es unter anderem um gemeinsame Aktivitäten beim Delegationsaustausch zwischen beiden Ländern. So wurde konkret über eine Reise brasilianischer Unternehmer zu den diesjährigen Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstagen im Oktober in Weimar gesprochen. Sowohl die Vertreterin der AHK Rio als auch die an dem Gespräch teilnehmenden WWZ-Vorstandsmitglieder unterstrichen die Wichtigkeit solcher Kontakte und einigten sich über erste Schritte zur Realisierung der Delegationsreise.

Einen ausführlichen Bericht zu „OliAle“ finden Sie im Newsbereich der WWZ-Website. Über die Vorbereitungen auf die 34. Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstage in Weimar halten wir Sie weiterhin auf dem Laufenden.

Ortstermin in Weimar: Countdown für 34. Wirtschaftstage läuft

Mit Gesprächen in der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen mbH (LEG Thüringen), einem Meeting mit Thüringer WWZ-Mitgliedern sowie einem Kurzbesuch am Veranstaltungsort der 34. Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstage 2016 sind die Vorbereitungen unseres Vereins auf den Jahreshöhepunkt in eine neue Phase getreten. Am 27. Mai tauschten sich der Geschäftsführende Vizepräsident des WWZ-BD, Hans-Dieter Beuthan, sowie die Vorstandsmitglieder Thomas Vogel und Wolfgang Wagner mit Projektleiterin Lateinamerika der LEG, Carine Cornez-Fliege, über Möglichkeiten der Zusammenarbeit vor und während der Wirtschaftstage in Weimar aus. Dabei ging es unter anderem um die Betreuung brasilianischer Wirtschafsdelegationen in Thüringen und Berlin. Frau Cornez-Fliege teilte mit, dass sich bereits vier Delegationen aus den Bundesstaaten Santa Catarina, Rio de Janeiro und Rio Grande do Sul angekündigt haben.

Der weitere Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen zwischen Thüringen und Santa Catarina war ebenfalls Gesprächsthema. Hier bot Hans-Dieter Beuthan an, die engen Kontakten des WWZ-BD mit Santa Catarina im Sinne dieser Entwicklung einzubringen.

WWZ-BD in Thüringen aktiv

An den anschließendem Gespräch zum Aufbau einer Repräsentanz des WWZ-BD in Thüringen nahm neben den Vorstandsmitgliedern Beuthan, Vogel und Wagner auch Armin Schäfer teil. Dabei waren sich die Teilnehmer einig, dass die Aktivitäten des WWZ-BD zu den diesjährigen Wirtschaftstagen in Weimar absoluten Vorrang haben. Darüber hinaus ging es um die konkrete Ansprache Thüringer Unternehmen, die Interesse an Geschäftskontakten mit Brasilien haben. Dazu legte Armin Schäfer ein Anschreiben mit dem Titel „Das Wirtschafts- und WissenschaftsZentrum Brasilien-Deutschland –Ihr Partner für erfolgreiche Geschäfte in Brasilien“ vor.

Gruppenfoto vor Weimarhalle
Das WWZ-BD zu Besuch in der neuen weimarhalle: Wolfgang Wagner, Armin Schäfer, Hans-Dieter Beuthan und Thomas Vogel (v.l.n.r.)

Wo Rostbrätl auf Churrasco trifft

Am 17. Oktober 2016, 9 Uhr, ist es soweit: Dann beginnen die 34. Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstage, wichtigste Wirtschaftskonferenz in den bilateralen Beziehungen beider Länder. Schauplatz der Konferenz ist das congress centrum neue weimarhalle am UNESCO Platz 1 in der Klassikerstadt. Dort geht es am 17. und 18. Oktober um Themen wie „Wirtschafts- und Handelspolitik – aktuelle Geschäftsmöglichkeiten“, „Öffentliche Aufträge – Compliance als Wettbewerbsfaktor“ und „Industrie 4.0 – Brasiliens neue Industriepolitik“.

Im congress centrum neue weimarhalle finden die 34. Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstage statt. Bildquelle: Weimar GmbH

Am Abend des ersten Konferenztages heißt es dann „Rostbrätl meets Churrasco – from Thuringia to Rio Grande do Sul“. Die kulinarische Spezialität des südbrasilianischen Bundeslandes gibt dann – auch im direkten Wortsinn – einen Vorgeschmack auf den Austragungsort der 35. Wirtschaftstage – Porto Alegre in Rio Grande do Sul.

Mit einem Kurzbesuch des Veranstaltungsortes der diesjährigen Wirtschaftstage endete am 27. Mai der Weimar-Aufenthalt der WWZ-Delegation. Steffi Silbermann vom Kongress- & Veranstaltungsservice der neuen weimarhalle begrüßte uns auch ohne Terminvereinbarung freundlich und war gern bereit, auf den Auslöser der Kamera zu drücken. Fazit. An diesem Ort ist man immer willkommen. Wir freuen uns schon auf die diesjährigen Wirtschaftstage in Weimar!

Wie die Magie des Drechselns Menschen verbindet

5. Nationales Drechslertreffens Brasiliens Ende August in Pomerode

Die Kooperation zwischen dem Wirtschafts- und WissenschaftsZentrums Brasilien-Deutschland (WWZ und der Drechselschule Pomerode gibt es schon seit einigen Jahren – vor kurzem wurde sie nun auch in Holz „gemeißelt“. Neben der Eingangstür zur Drechselschule hängt jetzt ein Holzschild mit der Inschrift: „Incentivado pelo Centro Empresarial e Científico Brasil-Alemanha“. An der kleinen Zeremonie nahm neben Sandra Prochnow-Greuel, Leiterin der Drechselschule, Hans-Dieter Beuthan, Geschäftsführender Vizepräsident des WWZ-BD, Hans Prayon, Aufsichtsratsvorsitzender der Eco Conceitos group S.A. und Ivan Blumenschein, Präsident des Unternehmerverbandes Pomerode, auch Gladis Sievert teil. Die Gründung der Drechslerschule geht auf eine Initiative der ehemaligen Vize-Bürgermeisterin von Pomerode und des WWZ-BD zurück.

Seit diesem Tag im April wurde in dem kleinen Gebäude nahe des Kulturzentrums nicht nur weiter fleißig gedrechselt, sondern auch der Höhepunkt des Jahres vorbereitet: Das 5. Nationale Drechslertreffen vom 19. bis 21. August. Erwartet werden wieder Drechsler aus ganz Brasilien und viele Besucher aus nah und fern. Im vergangenen Jahr konnten sie 170 Ausstellungsstücke bewundern und fünf Drechslern bei der Arbeit zusehen. Das größte Exponat war übrigens eine 1,50 Meter hohe Pyramide der Drechselschule Pomerode. Dieses 4-etagige Prachtstück mit echten Kerzen zum Drehen zu bringen – eine Meisterleistung südbrasilianischer Ingenieurskunst.

Das alles klingt wie eine richtige deutsch-brasilianische Erfolgsgeschichte. Aber wie hat diese Geschichte eigentlich begonnen?

Eine Brasilianerin im Erzgebirge

Die Idee stammt von Gladis Sievert. Dann gab es im November 2008 den Besuch einer brasilianischen Delegation im Erzgebirge. Die Besucher aus dem 11.000 Kilometer entfernten südbrasilianischen Bundesstaat Santa Catarina informierten sich in Sachsen über das traditionsreiche Kunsthandwerk der Region. Sie besichtigten Werkstätten von Drechslern und Schnitzern und wurden von der damaligen Oberbürgermeisterin der Stadt Annaberg-Buchholz, Barbara Klepsch, empfangen (heute Staatsministerin in der sächsischen Landesregierung). Schließlich vereinbarte man, dass ein Interessent aus Santa Catarina nach Annaberg-Buchholz eingeladen wird, um hier das Drechseln zu erlernen.

Knapp ein Jahr später traf eine junge Frau aus Pomerode in Annaberg-Buchholz ein. Sandra Prochnow-Greuel, von Hause aus Erzieherin, aber immer schon an kunsthandwerklicher Arbeit interessiert, wollte das Drechseln direkt an der Wiege dieses Handwerks erlernen. Dass sie mit den Leuten aus dem Erzgebirge schnell einen Draht fand, hatte auch mit ihren Deutschkenntnissen zu tun. Kein Wunder, stammen doch die Vorfahren ihres Vaters aus Deutschland.

Von September bis November 2009 war die damals 35-Jährige bei der Drechslerei Breitfeld „angestellt“. Für eine lange Anlaufphase war keine Zeit. Meister Jens Breitfeld wies die Brasilianerin in das sogenannte Runddrehen ein, dann stand sie selbst an der Drechselbank. Ihrem ersten Räuchermann gab sie den Namen Udo – den ihres Großvaters. Die Pomeroderin lernte auch das Bemalen der Annaberger Trachtenfiguren und versuchte sich im Schnitzen und Klöppeln. Zum Schluss legte Sandra Prochnow-Greuel eine symbolische „Gesellenprüfung“ ab.

Mit ihrer Rückkehr nach Pomerode bekamen die kulturellen Aktivitäten der rund 30.000 Einwohner zählenden Stadt eine neue Facette – neben zahlreichen Schützenverein, Chören und Volkstanz-Gruppen gab es nun auch ein Angebot zum Drechseln.

Drechseln macht den Kopf frei

Unterstützt durch die Stadtverwaltung wurde mit dem Aufbau einer Drechselschule begonnen. Sandra Prochnow-Greuel war hoch motiviert. Ihr Motto: „Drechseln ist meine liebste Kunst, es macht denn Kopf frei." Aber sie wollte nicht nur Weihnachtsengel, Bergmänner und Leuchter selbst drechseln, sondern ihr Wissen auch an andere weitergeben.

Schon bald sprach es sich in Santa Caterina herum, dass man in Pomerode das Drechseln auf erzgebirgische Art erlernen kann. In der kleinen Werkstatt hinter dem Kulturzentrum Pomerodes flogen immer öfter die Späne. Zahllose Figuren erblickten hier das Licht der Weihnachts- und Osterwelt.

Ein wiederentdecktes Handwerk macht Schule

Rund sieben Jahre sind seit diesen Anfängen vergangen. In dieser Zeit hat „Professora Sandra“ schon 90 brasilianischen Frauen und Männern das Drechseln gelehrt. Die Schüler kamen nicht nur aus Pomerode, sondern auch aus Brusque, Itajaí, Blumenau und sogar aus Florianópolis, der Hauptstadt des Bundesstaates. Auch aus anderen Bundesstaaten gab es Anfragen, denn die „Escola de Tornearia em Madeira“ ist die einzige ihrer Art in ganz Brasilien. Und wenn die Teilnehmer zu den Workshops anreisen, dann kommen sie in Pomerode meist bei Gastfamilien unter. Gastfreundschaft wird in Pomerode – wie auch andernorts in Brasilien – groß geschrieben.

Die Kontakte mit Kunsthandwerkern in anderen Landesteilen wurden immer intensiver. Schließlich entstand die Idee eines Drechslertreffens für ganz Brasilien. Das findet in diesem Jahr nun bereits zum fünften Mal statt.

Aber nicht nur zu diesen Treffen, auch zu Ostern und zu Weihnachten zeigen die Absolventen und Schüler der Drechselschule, was sie können. Ihr Meisterstück lieferten sie vergangenes Jahr auf dem „Weihnachtsplatz“ in Pomerode ab – eine 10,50 Meter hohe Pyramide. „Wir haben neun Krippenfiguren gedrechselt und bemalt, die durchschnittlich 1,40 Meter groß sind“, sagt Sandra Prochnow-Greuel. „Das hat viel Arbeit gekostet und bei der Höhe der Pyramide auch Mut.“

Brasilianische Drechsler reisen nach Olbernhau in Sachsen

Nach dem 5. Drechslertreffen und dem nächsten „Weihnachtsplatz“ freut man sich in Pomerode schon auf den Mai 2017. Sandra Prochnow-Greuel: „Dann reisen acht Drechslerschüler und ich nach Olbernhau, eine traditionsreiche Stadt erzgebirgischer Volkskunst in Sachsen. Dort werden wir zeigen, was wir können. Das wird ganz sicher ein Höhepunkt unserer bisherigen Arbeit. Darüber hinaus ist es auch ein Beitrag zu den Kulturbeziehungen zwischen Brasilien und Deutschland.“

Wolfgang Wagner

Aktuelles

Namhaftes Institut wird Mitglied im WWZ-BD

Hohe Kompetenz bei Biogas, Kreislaufwirtschaft
und Energie

Umfangreiches Know-how sowie Expertise aus zahlreichen nationalen und internationalen Projekten bringt das jüngste Mitglied in die Arbeit des WWZ-BD ein: Das Institut für Biogas, Kreislaufwirtschaft & Energie (IBKE) bietet unabhängige und wissenschaftlich basierte Beratung und Know-how-Transfer im In- und Ausland an. Der Fokus des Instituts liegt dabei auf den Themen Biogaserzeugung, Aufbereitung von Biogas zu Biomethan, energetische Nutzung von Biogas und Biomethan, Schließung von Stoffkreisläufen und Erschließung und Verwertung organischer Rest- und Abfallstoffe für die Biogaserzeugung. Das Institut mit Sitz in Weimar hat eine Außenstelle in Berlin.

Professor Scholwin Porträt

"Wir begrüßen sehr das Engagement des WWZ-BD zur Unterstützung der Deutsch-Brasilianischen Zusammenarbeit mit dem Ziel des Ausbaus der Biogaserzeugung und -nutzung in Brasilien", sagt Prof. Dr.-Ing. Frank Scholwin, Gründer und Inhaber des IBKE. "Aus eigenen Erfahrungen sehen wir hier ein großes Potenzial, zum einen begründet mit dem natürlich vorhandenen Potenzial der Biogaserzeugung und -nutzung in Brasilien und den zum anderen langjährigen Erfahrungen der Biogasbranche in Deutschland. Das IBKE bietet in diesem Zusammenhang gerne seine Beratungsleistungen an und kann dabei ideal seine Erfahrungen aus Deutschland und den mittlerweile zahlreichen Erfahrungen aus in Brasilien durchgeführten Projekten einbringen."

Logo Scholwin

Prof. Scholwin: "Vom WWZ-BD erhoffen wir uns kontinuierlichen Kontakt und Knüpfung neuer Kontakte zu potenziellen Partnern in Brasilien, damit wir auch weiterhin in den Genuss der brasilianischen Lebensfreude und der Wissbegierde der Partner im Land von 'Ordnung und Fortschritt' kommen."

Zahlreiche Projekte in Brasilien

Kunden des IBKE sind vor allem Entscheidungsträger aus Wirtschaft und Politik, Anlagenbetreiber, Investoren und öffentliche Behörden. Das Institut ist in Deutschland und anderen Ländern aktiv, insbesondere in Brasilien. Dort hat es beispielsweise folgende Projekte durchgeführt:

Abschluss eines Biogas-Seminars in Brasilien

  • Wissenstransfer und Beratung der ANP hinsichtlich der Einspeisung von Biomethan in das öffentliche Gasnetz (im Auftrag der GIZ)
  • Fortbildungskurs für Ingenieure zum Thema Machbarkeitsstudien von Biogasprojekten zur Verwertung kommunaler organischer Rest- und Abfallstoffe (im Auftrag der GIZ)
  • Wissenstransfer und Beratung der EPE hinsichtlich der Ausschreibung für Strom aus Biogas (im Auftrag der GIZ)
  • Beratende Begleitung des Aufbaus und Betriebs einer Biogaslaboranlage (im Auftrag von Petrobras)
  • Beratung hinsichtlich der Herausforderungen und Lösungen im Zusammenhang mit Siloxanen im Biogas, welches zu Biomethan aufbereitet in das Gasnetz eingespeist werden soll (im Auftrag eines brasilianischen Kunden)
  • Technisches Konzept für die Einspeisung von Biomethan in das öffentliche Gasnetz am Pilotstandort Pomerode in Santa Catarina (im Auftrag der Dorsch Consult GmbH, im Rahmen eines DEG Vorhabens)
  • Machbarkeitsstudie und Marktanalyse für die Erzeugung und Nutzung von Biogas aus landwirtschaftlichen Reststoffen im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais (Auftraggeber: deutscher Biogas-Anlagenbauer)

Mehr Informationen zum IBKE unter www.biogasundenergie.de

Von Curitiba nach Berlin

Schüleraustausch einmal anders

Sie heißt Martina Silvestri, ist 18 Jahre alt und kommt aus Curitiba in Südbrasilien. Im Rahmen eines Austauschprogramms des Vereins AFS - Interkulturelle Begegnungen e.V. weilt sie für ein Jahr in Deutschland. Und im April war sie für zwei Wochen in Berlin – als Gast des Wirtschafts- und WissenschaftsZentrums Brasilien-Deutschland und der Kanzlei Hans-Dieter Beuthan. Diese Kombination bot sich an, da Martina Juristin werden möchte. Hier lernte sie die tägliche Arbeit einer Anwaltskanzlei kennen und konnte viel über ihren zukünftigen Beruf erfahren. Dabei half ihre Sprachkompetenz enorm: Neben der Muttersprache Portugiesisch spricht Martina fließend Deutsch und Englisch. Diese Kenntnisse konnte sie zum Beispiel beim Übersetzen von deutsch-brasilianischen Vereinbarungen und bei der Termingestaltung von Dienstreisen nach Brasilien einsetzen.

Praktikantin WWZ

Aber sie saß in den beiden Wochen nicht nur am Schreibtisch. Sie hatte auch die Möglichkeit, Rechtsanwalt Hans-Dieter Beuthan bei Gerichtsverhandlungen zu begleiten – wie zum Beispiel am Landgericht Berlin und am Oberlandesgericht Brandenburg. Martina berichtet: "Das ermöglichte mir, die Arbeit und Abläufe der Rechtsinstitutionen in Deutschland zu verstehen. Herr Beuthan war dabei eine große Hilfe, da er mir neben Fachwissen auch sehr gut vermittelte, wie ein Anwalt arbeitet. Ich empfehle allen Teilnehmern an solchen Austauschprogrammen, ein Praktikum zu absolvieren, da man eine neue Sprache sowie seine Fachkenntnisse verbessern kann, man neue Leute und sich selbst besser kennenlernt, dadurch nachhaltig beeinflusst wird und letztendlich seinen Horizont erweitert."

Hier einige ihre Erfahrungen in Portugiesisch: "Meu nome é Martina Silvestri, tenho dezoito anos, sou intercambista na Alemanha pela AFS e participei de um estagio, durante duas semanas, na Chancelaria Beuthan. Conhecer Berlim e vivenciar o dia a dia de um escritório de advocacia superou minhas expectativas, ampliando meus horizontes e aprimorando meus conhecimentos, facilitando minha escolha profissional. Eu tive a oportunidade de ter uma sala, de traduzir documentos, de agendar compromissos e também de visitar vários tribunais de justiça e em pouco tempo conhecer como funcionam as instituições jurídicas na Alemanha. O senhor Beuthan foi extremamente atencioso em me transmitir seus conhecimentos e me mostrar de fato como trabalha um advogado. Eu recomendo fortemente que intercambistas assim como eu, busquem uma experiência profissional, pois amplia o conhecimento da língua, o relacionamento com pessoas e proporciona um autoconhecimento evidenciando suas aptides."

Brasilien bildet Betriebspersonal
für Biogas-Anlagen aus

Deutsch-brasilianische Zusammenarbeit in Santa Catarina vereinbart

Brasiliens Nationaler Dienst für industrielle Ausbildung (SENAI) startet im Bundesstaat Santa Catarina mit der Ausbildung von Betriebspersonal für Biogasanlagen. Dabei wird der SENAI von deutschen und brasilianischen Partnern unterstützt. Eine entsprechende Vereinbarung wurde am 25. Januar 2016 am Sitz des Industrieverbandes von Santa Catarina (FIESC) in Florianópolis unterzeichnet.

Die Ausbildung soll an der bereits bestehenden Anlage in Pomerode beginnen, die mit Hilfe deutscher Technologie und deutschen Know-hows errichtet wurde. Der Bau weiterer Anlagen ist geplant. Dafür wird dringend qualifiziertes Personal benötigt. FIESC-Präsident Glauco José Côrte verwies bei dem Treffen auf die engen historischen und kulturellen Bindungen zwischen Deutschland und Santa Catarina. Der SENAI verfüge über den Einfluss und die Reichweite im Land, um solche Projekte der industriellen Ausbildung erfolgreich umzusetzen.

Wie Oliver Nacke, Geschäftsführer von Archea do Brasil, berichtete, könnten allein mit den Abfällen aus der Schweineproduktion in Santa Catarina  täglich bis zu 4 Millionen Kubikmeter Gas produziert werden. Der Gasverbrauch im ganzen Bundesstaat liege derzeit bei rund 2 Millionen Kubikmeter. Darüber hinaus könnte mit moderner Technologie Gas auch aus Abfällen der Lebensmittelindustrie sowie aus organischen Restbeständen von Supermärkten und anderen Handelseinrichtungen gewonnen werden.

Die Kosten für den Bau von Biogasanlagen in Brasilien werden aktuell auf etwa 7.000 Reais pro Kilowatt installierter Leistung (rund 1.600 Euro) geschätzt. Damit liegen sie deutlich unter den für Deutschland veranschlagten Kosten von rund 5.000 Euro pro Kilowatt Leistung.  Bei dem Treffen in Florianópolis waren auch die Rahmenbedingungen für neue Investitionen in Biogasanlagen ein Thema. Dabei sprachen die Betreiber der Anlage in Pomerode unter anderem die langen Fristen bei der Erteilung von Genehmigungen an. Sie hatten im vergangenen Jahr zwei Mitarbeiter der Umweltstiftung Santa Catarinas nach Deutschland eingeladen, um sich über die deutsche Biogastechnologie zu informieren.

An dem Treffen nahmen neben Vertretern von FIESC und SENAI auch der Vorstandsvorsitzende der Archea Biogas N.V., Oliver Nacke, der Geschäftsführende Vizepräsident des Wirtschafts- und WissenschaftsZentrums Brasilien-Deutschland, Hans-Dieter Beuthan, der Vorsitzende der Industrie- und Handelsvereinigung Pomerode, Ivan Blumenschein, sowie Vertreter der Eco Conceitos S.A. group teil.

Aktuelles

Doppelpass zwischen Santa Catarina und Thüringen

Bei den Stichworten Brasilien, Deutschland und Fußball – da fällt den meisten sofort der legendäre 7:1-Sieg der deutschen Nationalelf im Halbfinale der letzten Weltmeisterschaft ein. Fußballfans denken möglicherweise auch an Namen wie Dante, Douglas Costa oder Naldo, drei von rund zwei Dutzend derzeit in der Bundesliga spielenden Brasilianern. Doch deutsch-brasilianische Fußballbeziehungen finden nicht nur bei der WM oder in Bundesliga-Stadien statt. Diese Beziehungen gibt es auch auf anderen Ebenen und in anderen Spielklassen. Sie stehen nur nicht so im Rampenlicht und finden selten den Weg in die Medien.

Eine dieser Geschichten begann im September des vergangenen Jahres im südbrasilianischen Joinville. Dort fanden die 33. Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstage statt, der wichtigste Termin für die wirtschaftlichen Beziehungen beider Länder. Während der Tage in Joinville kam es auch zu einem Treffen zwischen Thüringens Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee und dem brasilianischen Unternehmer Nereu Martinelli. Dieser ist nicht nur ein erfolgreicher Geschäftsmann, sondern auch Präsident des Joinville Esporte Clube, eines Fußballklubs, der im vergangenen Jahr in der höchsten Spielklasse des Landes vertreten war.

Zu den größten Talenten dieses Klubs zählte ein gewisser Marcelinho, dem deutschen Fußballkenner eventuell noch als trickreicher Mittelfeldspieler bei Hertha BSC in Erinnerung. In dem Gespräch Tiefensee-Martinelli ging es jedoch nicht um den Transfer brasilianische Talente nach Thüringen, sondern um ein ganz anderes Thema: Wie können die Sportbeziehungen zwischen beiden Ländern entwickelt und intensiviert werden? Der Zeitpunkt dafür ist günstig, denn im Oktober 2016 finden die nächsten Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstage in Erfurt und Weimar statt.

Mit der Umsetzung der ersten Ideen wurde nicht lange gewartet: Schon vier Wochen später reiste eine Abordnung des Joinville EC in das 11.500 Kilometer entfernte Erfurt. Eine Woche lang waren Jony William Stassun, Finanzdirektor des Klubs, und Fitnesstrainer Cassiano Nunes bei den Fußballvereinen FC Rot-Weiß Erfurt und FC Carl Zeiss Jena zu Gast. Sie informierten sich vor allem über die Nachwuchsarbeit, besichtigten die Stadien, Trainingseinrichtungen und Sportgymnasien. Bei den Gesprächen mit Verantwortlichen der Thüringer Klubs ging es um Möglichkeiten der Zusammenarbeit, zum Beispiel beim Schüleraustausch oder mit Testspielen. Die Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstage im Oktober 2016 wären ein guter Zeitpunkt dafür.

Organisiert wurde diese deutsch-brasilianische Fußballbegegnung vom Wirtschafts- und WissenschaftsZentrum Brasilien-Deutschland e.V. mit Sitz in Berlin und Santa Catarina. WWZ-Vorstandsmitglied Thomas Vogel war dafür schon in Joinville „am Ball“. Die Klubs in Erfurt und Jena sind ihm gut vertraut, hat er doch für mehrere Jahre in den Trikots des FC Rot-Weiß Erfurt und später des FC Carl Zeiss Jena gespielt. Der ehemalige Bundesligaprofi (1. FC Kaiserslautern) und lizenzierte Trainer engagiert sich heute vor allem für den gemeinnützigen Verein „Doppelpass - Institut für Sport- und Gesundheitspädagogik e.V.“ (www.doppelpassev.de)

Der Verein entwickelt innovative sportpädagogische und soziale Projekte für Kinder, Jugendliche und Benachteiligte. Dazu gehören in diesem Jahr unter anderem Angebote der Ferienfußballschule sowie die Organisation von Workshops und internationaler Zusammenarbeit. Und hier schließt sich der Kreis zum Doppelpass mit Joinville ...

Aktuelles

In Joinville Flagge gezeigt

WWZ-BD auf den 33. Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstagen

Seit seiner Gründung vor 15 Jahren nimmt das WWZ-BD an den jährlichen Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstagen teil. Doch noch nie war das Wirtschafts- und WissenschaftsZentrum personell und inhaltlich so stark vertreten wie beim 33. Treffen in Joinville. „Wir waren in allen großen Foren präsent und haben dort unsere Erfahrungen und Erfolge in der deutsch-brasilianischen Zusammenarbeit vorgestellt“, zeigt sich Hans-Dieter Beuthan, Geschäftsführender Vizepräsent des WWZ-BD, mit den Ergebnissen der Reise in das südbrasilianische Joinville zufrieden. Vertreter des Vereins nahmen sowohl an der Tagung der Gemischten Kommission für wirtschaftliche Zusammenarbeit als auch an der Sitzung der Agribusiness- und Innovationsinitiative teil.

Hans-Dieter Beuthan war darüber hinaus Podiumsteilnehmer beim Forum „Energie und Infrastruktur“, Ércio Kriek beim Forum „Bioökonomie und Biotechnologie“. Zum Abschluss des Forums „Energie und Infrastruktur“ wurde eine Vereinbarung zwischen Eco Conceitos S.A. und Santa Catarina Gás über technische Zusammenarbeit unter Einbeziehung von Erfahrungen in Deutschland unterzeichnet. Auch hier war das WWZ-BD maßgeblich beteiligt. Das Treffen zwischen Thüringens Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee und dem brasilianischen Unternehmer Nereu Martinelli wurde ebenfalls vom WWZ-BD vorbereitet. Bei diesen Gesprächen ging es vor allem um den Ausbau der Sportbeziehungen zwischen beiden Bundesländern.

Bei der Auszeichnung der Deutsch-Brasilianischen Persönlichkeiten 2015 waren die Mitglieder der WWZ-Delegation ebenso präsent wie bei anderen Veranstaltungen der Wirtschaftstage.

Bereits im Vorfeld des Treffens in Joinville fand in Florianópolis, der Hauptstadt des Bundesstaates Santa Catarina, ein Workshop zum Thema Biogas statt. Diesen Workshop hatten SC Gás, Eco Conceitos S.A., die Dorsch Gruppe und das WWZ-BD gemeinsam organisiert.

Im Verlaufe ihres Aufenthaltes in Südbrasilien besuchten Mitglieder der WWZ-Delegation auch die Biogasanlage in Pomerode, die im September vergangenen Jahres ihren Betrieb aufgenommen hatte. Die Anlage wird von dem deutsch-brasilianischen Joint Venture Eco Conceitos betrieben. Die 34. Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstage werden im Oktober 2016 in Thüringen stattfinden.

Aktuelles

33. Deutsch-Brasilianische Wirtschaftstage

WWZ-DB mit Delegation bei Wirtschaftstagen in Joinville

Das WWZ-BD wird sich zum ersten Mal in seiner 15-jährigen Vereinsgeschichte an den Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstagen mit einer offiziellen Delegation beteiligen. Zur 33. Ausgabe des bedeutenden bilateralen Wirtschaftstreffens reisen insgesamt zehn Mitglieder beziehungsweise Mitgliedsfirmen des WWZ-BD nach Joinville im Bundesstaat Santa Catarina.Dort werden sie im Rahmen verschiedener Gremien über die Aktivitäten des Vereins zur Stärkung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Brasilien berichten.

Dabei geht es vor allem um das Engagement der Vereinsmitglieder für mittelständische Firmen und Institutionen, um die Entwicklung von Projekten, die Organisation von Unternehmerdelegationsreisen und den Austausch von Kommunaldelegationen. Das WWZ-BD informiert unter anderem über seine Projekte im Biogasbereich, den Aufbau eines Kompetenzzentrums für Abfallwirtschaft in Timbó sowie die Erarbeitung einer Gasmarktstudie für den südbrasilianischen Bundesstaat. Der Technologietransfer gehört aktuell zu den wichtigsten Aktionsfeldern des Vereins – von der effizienten Vorbereitung bis zu erfolgreichen Umsetzung.

Schauplatz der Wirtschaftstage ist das Messe- und Kongresszentrum Complexo Expoville.
Schauplatz der Wirtschaftstage ist das Messe- und Kongresszentrum Complexo Expoville.

Hans-Dieter Beuthan, Geschäftsführender Vize-Präsident des WWZ-BD: „Seit den Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstagen im vergangenen Jahr in Hamburg haben die meisten unserer Projekte in Brasilien – darunter auch beim Technologietransfer – gute Fortschritte erreicht. Bei anderen gibt es noch Hindernisse aus dem Weg zu räumen, zum Beispiel in den Genehmigungsverfahren. Wir wollen in Joinville sowohl über Erfolge als auch Probleme informieren und gemeinsam mit anderen Teilnehmern nach Lösungen suchen. Das WWZ-BD engagiert sich im Interesse des Mittelstandes, für die Entwicklung von Universitätsbeziehungen und für die Förderung von Ausbildung. Wir verfügen heute über exzellente Rahmenbedingungen für den Markteintritt, für Firmengründungen beziehungsweise Joint-Ventures, womit wir den Mittelstand umfassend unterstützen können. Als anerkannte bilaterale Plattform leistet das WWZ-BD einen wichtigen Beitrag zum Ausbau der Beziehungen zwischen Deutschland und Brasilien.“

Der Delegation des WWZ-BD für Brasilien gehören Firmenvertreter aus den Bundesländern Berlin, Brandenburg, Niedersachsen, Sachsen und Thüringen an.

Biogas-Workshop in Florianópolis

Drei Tage vor Eröffnung der Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstage veranstalten das WWZ-BD und der Gasversorger Companhia de Gás de Santa Catarina in Florianópolis einen gemeinsamen Workshop zum Fragen der Gasmarktes und der Nutzung und Veredlung von Biogas. Das WWZ-BD hat dazu ein Pilotprojekt initiiert und wird es mit der Dorsch Gruppe BDC und weiteren Partnern in Zusammenarbeit mit der DEG realisieren. Es startet in diesem Jahr und wird gefördert durch das Ministerium Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.

Aktuelles

WWZ-BD mit neuem Vorstand

Das Wirtschafts- und WissenschaftsZentrum Brasilien – Deutschland stellt sich neu auf: Bei der Mitgliederversammlung am 28. Juli 2015 in Berlin wurden zwei neue Vorstandsressorts geschaffen und vier neue Mitglieder des zehnköpfigen Vorstands gewählt. Für das neue Vorstandsressort Öffentlichkeitsarbeit ist künftig Wolfgang Wagner verantwortlich, für den Bereich Bildung und Sport Thomas Vogel. Ebenfalls neu in dem Gremium sind Thomas Winter (Schatzmeister) und Gerold Jürgens, Präsident des Unternehmerverbandes Vorpommern e.V.

WWZ - der neue Vorstand Der neue Vorstand (v. l. n. r.): Wolfgang Wagner, Gregor Hoffmann, Milton Quadros, Jutta Blumenau-Niesel, Hans-Dieter Beuthan, Thomas Winter, Günter Müggenburg, Thomas Vogel. Nicht auf dem Foto sind Gerold Jürgens und Gerd Medger.
Wiedergewählte Präsidentin Jutta Blumenau-Niesel Blumen von Hans-Dieter Beuthan für die wiedergewählte Präsidentin Jutta Blumenau-Niesel.


„Mit dieser personellen Verstärkung und der neuen Struktur kann der Verein seiner Verantwortung im Rahmen der deutsch-brasilianischen Beziehungen noch besser gerecht werden“, sagt Hans-Dieter Beuthan, Geschäftsführender Vizepräsident des WWZ-BD. „Dazu gehört unter anderem der Ausbau unserer Aktivitäten in den Bereichen Bildung und Weiterbildung sowie Sport. Auf welchen Gebieten wir in den letzten Jahren besonders erfolgreich gewirkt haben, das werden wir Ende September bei den 33. Deutsch-Brasilianischen Wirtschafstagen in Joinville vorstellen.“ Das WWZ-BD wird daran zum ersten Mal mit einer eigenen Delegation teilnehmen.

Die Mitgliederversammlung wählte am 28. Juli auch das Vereinspräsidium für die nächsten drei Jahre. Präsidentin ist weiterhin Jutta Blumenau-Niesel, als Vizepräsidenten fungieren Rechtsanwalt Hans-Dieter Beuthan (Geschäftsführender Vizepräsident) und Milton Quadros.

Biogas, Düngemittel und Tierhaltung – WWZ-BD und IASP vertiefen Zusammenarbeit

Technologieentwicklung und Technologietransfer bei Biogas, Düngemitteln und Tierhaltung – auf diesen Gebieten wollen das Wirtschafts- und WissenschaftsZentrum Brasilien – Deutschland (WWZ-BD) und das Institut für Agrar- und Stadtökologische Projekte an der Humboldt-Universität zu Berlin (IASP) künftig noch enger kooperieren. Das haben Hans-Dieter Beuthan, Geschäftsführender Vizepräsident des WWZ-BD); und Dr. Stefan Köhler, Geschäftsführer des IASP, bei einem Treffen in Berlin vereinbart.



landwirtschaftliche Versuchsstation Das IASP verfügt über eine umfangreiche experimentelle Basis und betreibt in Berge (Havelland) eine 15 Hektar große landwirtschaftliche Versuchsstation. Foto: IASP
Dr. rer. agr. Stefan Köhler Dr. rer. agr. Stefan Köhler


„Damit möchten wir unserer langjährigen Zusammenarbeit neue Impulse geben“, betont Dr. Köhler. “Sehr gern stehen wir zur Verfügung, wenn es um die Umsetzung und den Transfer unserer Forschungsergebnisse in die Praxis geht. Auch bei der Betreuung von Fachdelegationen oder von Einzelpersonen aus Brasilien können wir unterstützen. Wir sind natürlich auch bereit, uns in die Vorbereitung der 33. Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstage im September 2015 in Joinville einzubringen.“

Einer der Schwerpunkte der Zusammenarbeit ist das Thema Biogas. Auf dem Gebiet der Biogasforschung fokussiert das IASP seine Forschungsarbeiten auf die vor- und nachgelagerten Bereiche des Fermentationsprozesses, also auf die Aufbereitung der organischen Substrate und auf die ökoeffiziente Verwertung der Gärrückstände.

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